Geschichte der Böllerschützen


Vom ursprünglichen Kriegsbrauch hat sich das Böllern zu einem Volksbrauch entwickelt, der vor allem dazu diente, mit der Erzeugung von Lärm die Geister oder das Wetter zu beeinflussen.

Im Laufe der Jahrhunderte rückte dieser Zweck jedoch mehr und mehr in den Hintergrund. Das Böllern wurde verstärkt genutzt, um Lebensfreude zum Ausdruck zu bringen und zur feierlichen Untermalung von festlichen Anlässen.

In der Marienstadt Werl wurde nachweisbar bereits von 1679 bis 1891 zu Neujahr, zur Prozession am Tage Mariä Heimsuchung und zum Schützenfest gehörig Schwarzpulver verbrannt, bevor der Brauch durch eine Verordnung der Regierung gestoppt und den Schützen 1893 förmlich untersagt wurde.
Das Böllern übernahmen besonders ausgebildete Schützen, die ein schweres Feuergewehr nutzten, das auch "Hake" genannt wurde.

Die Aufgabe der "Hakeschutten" haben die seit 2005 existierenden Böllerschützen der 3. Kompanie übernommen.

Dirk Siepmann erfuhr in diesem Jahr vom Böllerbrauch und organisierte mit Henning Cloer die Teilnahme an einem Lehrgang zum Böllerschein. Die beiden konnten weiterhin Frank Holthoff, Ulrich Schäfer und Peter Schanzmann zur Teilnahme begeistern.

Seit 2005 wird von den Böllerschützen das Vogelschießen mit Böllerschüssen eröffnet und der neue König mit Salutschüssen geehrt.

Weiterhin unterstützen die Böllerschützen andere Vereine, um Ihr Schützenfest, eine Prozession oder auch den Volkstrauertag feierlicher zu gestalten.

2007 sind Jürgen Fischer, Tobias Rebein und Alexander Stein in die Reihe der Böllerschützen eingetreten.

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